In Jülich der Poesie in der Malerei auf der Spur
Von Redaktion [15.09.2012, 15.22 Uhr]

Jahrhunderte lang sah sich die Literatur der Malerei überlegen. Wahre Poesie war der literarischen Kunst vorbehalten. Dieses Denken, das aus der Antike kam, änderte sich erst mit der Epoche der Romantik. Die Schöpferkraft, die Poesie, die nach inneren Bildern und Stimmungen, Literatur schafft, wurde nun auch in der Kunst der Malerei gesehen. Wie ein Gedicht sollte ein Bild wirken, so wie ein Gedicht schon lange Bilder gemalt hatte.

Die beiden Künste standen jetzt gleichberechtigt nebeneinander. Stimmungen, die Bilder der Seele, fanden die Romantiker besonders in der Natur nachgebildet. Und so nahm die Landschaftmalerei einen ungeahnten Aufschwung. In Jülich gab es die poetischen Bilder vor der Haustür, denn es war ein Jülicher Maler, Johann Wilhelm Schirmer, der sie damals in sich wachgerufen hat. Sie wurden uns, die wir immer noch Romantiker sind, erhalten, denn aus den Wohnzimmern waren sie seit dieser Zeit vor 200 Jahren nicht mehr zu verdrängen.

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Es ist der unermüdlichen Sammlungstätigkeit des Museums Zitadelle Jülich zu verdanken, dass der Weg zur Erinnerung an die Zeit der Romantik so kurz ist. Das Pulvermagazin in der Zitadelle kann schon lange nicht mehr die große Zahl der stimmungsvollen Bilder fassen. Sie werden daher von Zeit zu Zeit ausgewechselt und bieten immer wieder neue Möglichkeiten, die Traumwelt der Romantik nachzuempfinden.

Die Führung am Sonntag, 16. September, durch die poetischen Landschaften des Johann Wilhelm Schirmer beginnt um 11.00 Uhr. Treffpunkt ist der Infopavillon in der Zitadelle. Die Führung ist öffentlich und kostenlos, lediglich der Eintritt (4,- € / ermäßigt 3,- €) muss entrichtet werden.


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