Prima Klima am Jülicher MGJ
Von Redaktion [11.09.2012, 15.53 Uhr]

Eine von drei Flachdächern des MGJ, die die Rurenergie mit Sonnenkollektoren bestückt hat. Vor Ort besichtigten Schulleiterin Maria Bardenheuer (3.v.l.), Landrat Wolfgang Spelthahn (3.v.r.) und die Rurenergie -Verantwortlichen das Kraftwerk.

Eine von drei Flachdächern des MGJ, die die Rurenergie mit Sonnenkollektoren bestückt hat. Vor Ort besichtigten Schulleiterin Maria Bardenheuer (3.v.l.), Landrat Wolfgang Spelthahn (3.v.r.) und die Rurenergie -Verantwortlichen das Kraftwerk.

Noch verrichtet die Sonne am Mädchen-Gymnasium Jülich ihr gutes Werk im Verborgenen. Doch das wird sich bald ändern. Dann stellt eine elektronische Tafel im Eingangsbereich des Gebäudes der Sonne fortlaufend ein Zeugnis aus. Das Display wird per Funk mit der neuen Solaranlage auf dem Schuldach verbunden und gibt den 720 Schülerinnen und ihren Lehrern dann fortwährend Auskunft über die Arbeitsleistung des Zentralgestirns. Mit einem Blick sehen sie dann, wie viel Strom die Sonne gerade auf ihrem Schuldach produziert, wie groß die bisherige Ernte der Photovoltaik-Anlage insgesamt ist und wie viel klimaschädliches Kohlendioxyd der Umwelt dadurch schon erspart geblieben ist.

"Das ist hervorragend. Wir produzieren in unserer Schule jetzt nicht nur Strom, ohne die Umwelt zu belasten, sondern können dieses Zukunftsthema auch noch pädagogisch aufarbeiten", freute sich Maria Bardenheuer, Leiterin des MGJ, als sie jetzt die Verantwortlichen der Rurenergie GmbH begrüßte. Auf Initiative von Landrat Wolfgang Spelthahn hat die Gesellschaft, an der neben dem Kreis Düren die Sparkasse und die Stadtwerke Düren beteiligt sind, das Projekt verwirklicht. Nach dem Solarpark Inden und dem Sonnenkraftwerk auf dem Dach des Schulzentrums Kreuzau ist es ihr drittes.

"Es ist ein Glücksfall, dass wir das Dach des Mädchen-Gymnasiums nutzen können", stellte Landrat Wolfgang Spelthahn, Aufsichtsratsvorsitzender der Gesellschaft, bei der Ortsbesichtigung fest. "Die Schülerinnen erleben die Nutzung von Sonnenstrom nun in ihrem Alltag und sind in ihrem Umfeld sicher die besten Botschafter für erneuerbare Energien und die Rurenergie.

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Insgesamt 252 Module sind auf den Ständern montiert. "Alle Anlagenteile stammen aus Europa", betonte Alfred Göbel, Chef einer Fachfirma aus Düren, dass die Wertschöpfung nicht auf anderen Kontinenten stattgefunden habe. In nur zwei Wochen hatten seine Mitarbeiter die Kollektoren montiert und angeschlossen. Gut 60 Kilowatt-Peak beträgt die installierte Leistung. Übers Jahr soll das Kraftwerk nun rund 54.000 Kilowattstunden Strom produzieren, genug, um den Jahresbedarf von 15 Vier-Personen-Haushalten zu decken.

Der Strom wird ins öffentliche Stromnetz eingespeist, wofür die Rurenergie einen festen Preis je Kilowattstunde erhält. Im Gegenzug zahlt sie der Schule eine Pacht für die Dachnutzung. "Auf diese Weise profitiert das Mädchen-Gymnasium auch finanziell von dem Projekt", berichtete Udo Zimmermann, Vorstandsmitglied der Sparkasse Düren. Und das über viele Jahre, wie Heinrich Klocke, Geschäftsführer der Stadtwerke Düren, ergänzte: "Die Solarmodule liefern sicher 20 und mehr Jahre zuverlässig Strom, ohne die Umwelt zu belasten."

Derzeit verbraucht das MGJ jährlich etwa 135.000 Kilowattstunden Strom, also deutlich mehr als dort produziert wird. Doch beim Ortstermin sprachen die Rurenergie -Verantwortlichen mit der Schulleiterin und Schulträgervertreterin Dr. Barbara Schellenberger bereits über eine Erweiterung. Ein demnächst zu sanierendes Flachdach könnte dann ebenfalls bläulich schimmern und der Sonne so zu einem noch besseren Zeugnis verhelfen. "Vielleicht gelingt es ja auch, dass das Mädchen-Gymnasium energieautark wird", blickte der Landrat noch ein Stück weiter in die Zukunft und peilte eine Eins mit Sternchen an.


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