Viermal Kinozeit im Kuba

"Hanni und Nanni"? "Dein Weg" in Jülich "Unter Kontrolle"
Von Redaktion [30.08.2012, 07.50 Uhr]

Ein Sprung ins kalte Wasser mit "Hanni und Nanni"

Ein Sprung ins kalte Wasser mit "Hanni und Nanni"

Viermal senkt sich die Leinwand im Jülicher Kulturbahnhof in der Woche 5. bis 8. September: Der Jugendfilm "Hanni und Nanni 2" macht am Montag, 5. September, um 17 Uhr den Anfang.

Der Enid-Blyton-Klassiker um das Zwillingspaar im Internat war schon im ersten Teil ein Riesenerfolg - einerseits durch die begabten Darstellerinnen Sophia und Jana Münster, die 2010 mit dem Bambi in der Kategorie "Talent" ausgezeichnet wurden, und auch durch die hochkarätige Besetzung der Erwachsenenrollen, die sich mit Heino Ferch, Suzanne von Borsody, Anja Kling, Katharina Thalbach und Hannelore Elster wie ein Auszug aus dem "Who is Who" lesen.

Die Geschichte rund ums Mädcheninternat wird gewürzt mit einer chaotischen kommissarischen Schulleitung durch die Französischlehrerin Madame Bertoux, einen männlichen Gast im "Lindenhof" und einen spannende Neuzugang: Es geht das Gerücht um, dass eine echte Prinzessin unter den Neuen sein soll, die aber unbedingt inkognito bleiben muss.

Dazu kommen ganz familiäre Probleme: Nanni plagt die schlimme Befürchtung, dass ihre Eltern in einer Ehekrise stecken. Warum ist der Vater Georg ins Hotel umgezogen und taucht auf einmal als Aushilfskoch im Internat auf? Ganz klar: Es bleibt turbulent und spannend mit den Zwillingen im Teil 2

Dass Ziel nicht immer gleich sind, aber vielleicht letztlich auf denselben Weg führen können erleben Cineasten in dem Film von Emilio Estevez am Montag, 5., und Dienstag, 6. September, jeweils um 20 Uhr. " Dein Weg" ist eine inspirierende Reise entlang des Camino de Santiago, dem Jakobsweg. Emilio Estevez ist es gelungen, den Mythos des Jakobswegs in wundervollen Bildern einzufangen und ein bewegendes Stück Freiheit auf der Kinoleinwand zum Leben zu erwecken. Eine hinreißende Hommage an Familie, Freundschaft und die Freiheit des Einzelnen.

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"Dein Weg" führt zum Ziel

"Dein Weg" führt zum Ziel

Estevez lässt seinen Vater Martin Sehen in die Rolle des Tom Avery schlüpfen. Er ist ein erfolgreicher Augenarzt aus Kalifornien. Sein Leben abseits der Arbeit beschränkt sich auf Golfspielen im Country Club bis ein schicksalhafter Anruf verändert alles: Toms erwachsener Sohn Daniel ist auf dem Jakobsweg ums Leben gekommen. Im Gegensatz zu seinem Vater hielt es Daniel nie lange an einem Ort aus, ein Nomade, immer bereit Neues zu entdecken und das Leben in vollen Zügen zu genießen.

Um seinen Sohn nun auf seiner letzten Reise zurück nach Hause zu begleiten, setzt sich Tom in das nächste Flugzeug nach Spanien. Dort angekommen, steht er vor seiner bisher größten Aufgabe. Wie soll er die Trauer um seinen Sohn verkraften, und warum hatte dieser mystische Ort solch eine unerklärliche Anziehungskraft auf seinen Sohn? Tom begibt sich selbst auf die Suche nach Antworten, und er ahnt auch, wo er diese finden wird: entlang des Camino.

Ein Unterfangen, in das sich der Einzelgänger zunächst alleine stürzt, nur um schon bald von einer kleinen Truppe schillernder Mitpilger begleitet - und genervt - zu werden. Jeder mit einem eigenen Päckchen beladen, kämpfen sich Tom, die Kanadierin Sarah (Deborah Kara Unger), der mit seinem stetigen Übergewicht belastete Holländer Joost (Yorick van Wageningen) und der Ire Jack (James Nesbitt) fortan durch skurrile, traurige und herzerwärmende Zeiten.

Um Kontrollverlust und neue Erkenntnisse geht es auch im Mittwochsfilm ab 20 Uhr, den der Kulturbahnhof in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Erwachsenenbildung zeigt.

Der Traum von einer sorgenfreien, sauberen Atomkraft ist ausgeträumt. Der tiefe Glaube an den unaufhaltsamen technischen Fortschritt ist nachhaltig erschüttert. Was passiert wirklich hinter den Mauern der Kernkraftwerke? Regisseur Volker Sattel besuchte deutsche Atomkraftwerke und konnte - noch unbelastet von kommenden Ereignissen - unglaubliche Einblicke gewinnen.

"Unter Kontrolle" zeigt in Cinemascope mit außergewöhnlicher Kraft und Klarheit den Mensch als irritierendes Fremdteilchen in der von ihm selbst geschaffenen Welt. Die Kamera erfasst die Menschen an ihren Arbeitsplätzen, an denen sie scheinbar selbstverständlich mit der gefährlichsten Materie der Welt umgehen. Es sind Bilder, die die monströse Technik sichtbar machen - zwischen Science Fiction und alltäglichem Wahnsinn.


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