Schülerfirma TeenWorkDesign bewältigt "Trauer"-Frage
Von tee [04.07.2012, 15.46 Uhr]

Katharina Maier von der Schülerfirma Teen-WorkDesign erläutert Anette Fischer (v. r.) und Angela Kersten-Stroh die Entstehung der Karten.

Katharina Maier von der Schülerfirma Teen-WorkDesign erläutert Anette Fischer (v. r.) und Angela Kersten-Stroh die Entstehung der Karten.

Trauer ist nicht schwarz umrandet, sondern kann auch eine Türe öffnen. Diese Losung gab Anette Fischer vom Verein Hospizbewegung Düren-Jülich der Schülerfirma TeenWork-Design der GHS Ruraue mit auf den Weg. Deren Auftrag war es, Alternativen zur klassischen Kondolenzkarte zu (er)finden.

Vor gut einem halben Jahr trat der Verein in Person von Anette Fischer, Angela Merten-Stroh und Bettina Hagedorn auf die Schülerfirma der GHS Ruraue in Jülich zu, um sich einen neuen „Kartensatz“ gestalten zu lassen, erzählt Issraa Farahat. Nicht nur Kondolenz-Karten waren gefordert, sondern auch Danksagungen für Spenden und Vorlagen für „normalen“ Briefverkehr. Eine anspruchsvolle Aufgabe, wie das elfköpfige Team feststellte. Schließlich ist „Trauer“ nicht alltäglich im Leben der Schüler.

Die Fotovorlagen lieferte der Verein. Allein die Bildauswahl kostete viel Zeit, ehe – in Gruppen aufgeteilt – die Nachwuchsdesigner ans Werk gehen konnten. „Man muss auch überlegen, welche Schrift passt zur ,Trauer’?“, erklärt Katharina Maier und Can Yalin ergänzt, „Das ist etwas anderes, als wenn man gezielt gemeinsam ein Logo entwirft.“ Jede Karte bedeutete eine neue Herausforderung, betonte Geschäftsführerin Dalfina Selimi.

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Höchst zufrieden sind Auftraggeber und Beauftragte mit der Ergebnis.

Höchst zufrieden sind Auftraggeber und Beauftragte mit der Ergebnis.

Die erste Hürde, die zu nehmen war, galt der Technik, erläuterte Projektlehrerin Birgit Hense von der GHS Ruraue: Das für die Schülerinnen und Schüler neue Programm „Photoshop“, in dem die Druckvorlagen gestaltet und bis zur pdf-Abgabe-Reife umgesetzt wurde, musste erst einmal beherrscht werden. Gleichzeitig war die Zielsetzung der Auftraggeber zu beachten: Stets mittig im Aufdeckblatt sollte das Logo der Hospizbewegung Düren-Jülich erscheinen.

Die Umsetzung ist offensichtlich geglückt, wie sich bei der Präsentation beide Vertragspartner einig waren. In Probeausdrucken zeigten sie die abwechslungsreiche und individuelle Ausarbeitung: Klappkarte mit Blumenmotiv, Danksagung mit dem Gruppenbild des Aktiven der Hospizbewegung Düren-Jülich oder eine C6-Karte, in der vor schimmerndem Meer die glutrote Sonne untergeht. Trauer ist eben nicht nur schwarz und weiß, sondern auch ein weiter Horizont, der etwas neues verspricht.

Sehr zufrieden sind die Auftraggeber, die in zwei Gesprächen ihre Wünsche abgestimmt haben und die Umsetzung ausgesprochen geglückt finden.


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