Montagskino

Krieg in den Köpfen und Krieg der Knöpfe im KuBa
Von Redaktion [21.06.2012, 08.04 Uhr]

Französisches Kino dominiert am Montag, 25. Juni, die Leinwand im Jülicher Kulturbahnhof. Im Kinderkino ab 17 Uhr läuft der neuaufgelegte Klassiker “Krieg der Knöpfe”.

Knopf und Knopf. . .

Knopf und Knopf. . .

"Ihr Schlappschwänze!" Schon immer bekämpfen sich die Kinder der Nachbardörfer Longeverne und Velrans ohne Gnade. Doch diese Beschimpfung kann sich keiner gefallen lassen - das bedeutet Krieg! Lebrac, Anführer der Longeverne-Bande, ersinnt eine besondere Kriegslist: Den Gefangenen werden alle Knöpfe ihrer Kleidung abgeschnitten - besiegt und gedemütigt ist ihnen auch noch der Ärger zu Hause sicher. Und der Kampf hat jetzt einen Namen: Krieg der Knöpfe.

Als die hübsche Violette neu ins Dorf kommt, wird aus der Unbekümmertheit des Kriegsspiels plötzlich Ernst. Denn im März 1944 hält auch in Südfrankreich der große Krieg Einzug. Eigentlich heißt Violette Myriam, ist Jüdin und wird durch einen Verrat bedroht. Jetzt gilt es zusammenzuhalten! Die Kinder und die Eltern aus den verfeindeten Dörfern haben nun keine andere Wahl, als sich zu verbünden und gemeinsam auf der richtigen Seite zu stehen ...

Die fesselnde Abenteuergeschichte erzählt von Freunden und Feinden, vom Siegen und Verlieren, von kleinen und großen Kindern - KRIEG DER KNÖPFE ist Kult. Und endlich wieder da: Regisseur Christophe Barratier hat mit viel Action, Witz und großen Gefühlen den Kinderbuchklassiker neu verfilmt. Der Roman von Louis Pergaud, der mit "Krieg der Knöpfe: Der Roman meines zwölften Lebensjahres" seine Kindheitserinnerungen schilderte, war auch schon Vorlage für Yves Roberts Erfolgsfilm von 1962. Barratier, dessen Film "Die Kinder des Monsieur Mathieu" allein in Deutschland über eine Million begeisterte Zuschauer hatte, verlegt die Handlung in das Jahr 1944: Auch in Südfrankreich wird die Bedrohung durch die Nazis spürbare Realität und gibt der Geschichte eine überraschende Wendung. Davor müssen die Jungs um den charismatischen Lebrac und den schlauen Aztec kriegerisches Geschick und Strategie beweisen, erleben Freundschaft und Verrat, aber auch die erste große Liebe.

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Der neue Lehrer vor der Klasse, Monsieur Lazhar

Der neue Lehrer vor der Klasse, Monsieur Lazhar

Drei Stunden später, um 20 Uhr, betritt “Monsieur Lazhar” die Leinwand.

Nach einem tragischen Unglücksfall übernimmt der aus Algerien stammende Bazhir Lazhar (Fellag) eine Grundschulklasse in Québéc. Trotz einiger kulturell bedingter Startschwierigkeiten gelingt es M. Lazhar, einen guten Draht zur Klasse aufzubauen und den Kindern beim Verarbeiten der Tragödie zu helfen.

Während in der Klasse langsam wieder Ruhe einkehrt, weiß niemand an der Schule etwas von der schmerzhaften Vergangenheit Bachir Lazhars, der noch dazu jeden Augenblick damit rechnen muss, des Landes verwiesen zu werden.

“Monsieur Lazhar” ist ein leises Drama mit einem warmen, optimistischen Grundton. Es wird getragen von dem charismatischen Spiel Fellags, eines in Frankreich sehr bekannten Komikers und Schriftstellers, und von der großartigen Leistung der Kinderdarsteller, die eine Natürlichkeit auf die Leinwand zaubern, als würden sie heimlich in ihrem eigenen Schulalltag gefilmt.


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