Jahresbericht

"KuBa" ist kult - aber "faul"
Von tee [20.06.2012, 14.41 Uhr]

Über 2000 Gäste beim Jubiläumsprogramm zum 15-jährigen Bestehen des Jülicher Kulturbahnhofs, die sechste Anerkennung in Form einer Förderprämie über 2000 Euro durch die Filmstiftung NRW und stetig wachsende Akzeptanz bei den Studenten sind die Erfolgsnachrichten von Geschäftsführer Cornel Cremer. Aber er hat bei der Vorstellung des Jahresberichtes 2012 im jüngsten Ausschuss für Jugend, Familie und Schule auch Grund zur Klage: Die Bausubstanz ist marode.

„Das Haus fault in der aktuellen Situation mehr und mehr von unten weg und die komplette Bausubstanz ist in Gefahr. Der Zustand ist, wie bereits in den vergangen Jahresberichten erläutert, katastrophal“, so beschreibt es Cornel Cremer im Jahresbericht. Die Skepsis ist lesbar, wenn auf die Rücksprache mit dem Hochbauamt im Mai hingewiesen wird, in dem die Mittel für den Abriss beziehungsweise die Sanierung der Terrasse für dieses Jahr im Haushalt festgeschrieben sei. „Wir hoffen, dass die Baumaßnahmen daher auch zeitnah umgesetzt werden.“ Handlungsbedarf ist auch an den Türen, an denen ebenfalls der Zahn der Zeit nagt. „Dies ist zum einen nicht sehr schön, macht die Türen aber auch immer unsicherer“, warnt der KuBa-Chef.

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Seit 2008 ist Cornel Cremer Geschäftsführer im Jülicher Kulturbahnhof.

Seit 2008 ist Cornel Cremer Geschäftsführer im Jülicher Kulturbahnhof.

Dabei ist der „Kuba“ kult, wie Cornel Cremer eindrucksvoll schildert. Die Kneipe Off-Beat ist vor allem freitags stark frequentiert, hatte aber 2011 an der EM-WM-losen Fußballzeit zu leiden. Ein allgemeines gastronomisches Phänomen, wie der Geschäftsführer erläuterte. Neben vielfältigen Konzerten – ergänzt durch das neue Konzept Freies Kuba Konzert, kurz „FKK“, für junge Bands aus der Region – ziehen auch die Motto-Partys Besucher. 6200 Gäste empfing der Kulturbahnhof aus diesem Anlass. Bestens etabliert hat sich das Kino-Angebot, das 8667 Besucher im vergangenen Jahr nutzten, rund 800 mehr als 2010. Kleinkunst, Vorträge und Theateraufführungen runden das Angebot an.

„Wir haben unser Kulturprogramm in den letzten Jahren mehr und mehr auf die Jülicher Bevölkerung zugeschnitten. Vom Kindertheater über Kinderkino, von Weltmusik Konzerten bis zu Motto-Partys, vom Programmkino über Stand-Up-Comedy, mit eigenem Ensemble und vielen Gastspielen, von der historischen Gesellschaft Lazarus Strohmanus bis CCKG bieten wir jedes Jahr ,mehr’“, so Cremer.

Dass der Kulturbahnhof inzwischen eine „gute Adresse in Jülich“ ist, wie der KuBa-Chef es nennt, manifestiert sich auch in der Vielzahl der Kooperationspartner, die er in den vergangenen vier Jahren an das soziokulturelle Zentrum gebunden hat. Sowohl der euregionale „Theaterstarter“, die Fachhochschule, das Forschungszentrum Jülich als auch Gastspiele von „Kultur ohne Grenzen“, des Jazzclub und der NoiseLess-Reihe ermöglichen das breite Spektrum.


Die bessere Vernetzung gelingt neuerdings auch erfolgreich durch das neue Magazin HERZOG, das in Zusammenarbeit mit Christoph Klemens vom Kulturbüro Jülich im Brückenkopf-Park und den beiden Jülicher Kommunikationsdesignstudenten der FH Aachen, Dennis Hackhausen und Melanie Böttcher konzipiert und mit vielen Partnern von Jülicher Geschichtsverein bis Bühne 80 umgesetzt wird. „Mittlerweile häufen sich deutlich die Anzeichen, dass viele Veranstaltungen besser besucht werden als in der Vergangenheit“, zieht Cremer ein positives Fazit.

Einen neuen Mitstreiter erwartet der Jülicher Kulturbahnhof ebenfalls: Ein so genannter „Bufdi“, für Bundesfreiwilligendienst, wird seine Arbeit im Juli aufnehmen.


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