Finales Fest: Tolle Talente junger Jülicher
Von tee [18.06.2012, 19.54 Uhr]

Sie sind alle Sieger - und dahinter die Jury, die sie dazu machte.

Sie sind alle Sieger - und dahinter die Jury, die sie dazu machte.

"Ein Kompliment" gab es ganz zum Schluss: Die Sportfreunde Stiller sangen aus der Konserve "Ich wollte dir nur mal eben sagen, dass du das Größte für mich bist" - und das war tatsächlich jeder einzelne der letzten "Zehn" im Wettbewerb "Jülich hat Talente“. Auf das Siegertreppchen stiegen schließlich Lisa Müller und Maria Filov für ihre Tanzdarbietung und Sängerin Jamie Meier.

Wie die Profis aus einschlägigen Castingshows durften sich die zehn bis 14-Jährigen Nachwuchstalente fühlen. Bei aller Rücksicht auf ihr Alter, nahm die siebenköpfig besetzte Jury ihre Kandidaten absolut ernst. Den Eisbrecher geben durften Carolin Früchtl und Laura Giering mit ihrer Tanzvorführung sowie Sängerin Dulci Mbuyi, die allerdings nach eigener Aussage mit einer Erkältung kämpfte. Hier sprach die Jury Mut zu, ermunterte zum Weitermachen.

Jedes Detail der Aufführungen fand Betrachtung, und wenn Uwe Willner, als Vorstand des Sparkasse für den Hauptsponsor am Tisch, die Synchronität des Duos Lisa/Maria lobte, war Musikerin Virginia Lisken vom Rhythmusgefühl begeistert, Thorsten Baulig von der Tanzschule an der Zitadelle lobte die Choreografie und die Vertreterinnen des Mitveranstalters Jugendparlament – Maria und Annika – das „Outfit“. Tatsächlich blieb für Joseph Abi Nader und Sylvia Welker vom Initiator Integrationsrat der Stadt Jülich manchmal nur noch die Bestätigung.

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Mehr als ein Pausenfüller: Brian Manzambi und Joseph Matimba

Mehr als ein Pausenfüller: Brian Manzambi und Joseph Matimba

Das Duo überzeugte aber nicht nur durch sein tänzerisches Können, die Lebendigkeit und die Freude an der Präsentation waren unübersehbar – einfach gewinnend Requisiten waren spielerisch eingebaut und keineswegs nur plattes Accessoire. Ein überzeugender erster Platz für die Jury.

Mit viel Gefühl präsentierte Angoli Sand „Mama doo“, schloss die Augen, und fand nach ersten zarten Tönen zu kräftigem Ausdruck. „Man hat gemerkt, dass Du sehr aufgeregt warst“, meinte Virginia Lisken. Davon war bei Mitkonkurrentin Jamie Meier, mit 10 Jahren der Youngster unter den Wettbewerbern, keine Rede. Sie trat im roten Cocktail-Kleid auf, verzichtete auf Playback und intonierte inbrünstig deutschsprachig das „Ave Maria“. Eine ungewöhnliche Wahl, vorgestellt von einer ungewöhnlichen Stimme. Das brachte sie auf Platz 1.

Sicher ins Finale gekommen wären nach Aussage von Thorsten Baulig auch die „Special Guests“: Brian Manzambi und Joseph Matimba brachten eine Break-Dance-Choreografie auf die Bühne, die hohes Niveau hatte. Wie an Marionettenstrippen gezogen bewegten sich die Zwölfjährigen, spielten sich ein imaginäres Jojo zu und bauten immer wieder ein Stück „Moonwalk“ ein - nur einige Bestandteile der aufwändigen „Geschichte“, die sie tanzend erzählten.

Eine gelungene „Vorstellung“, die sicher eine Neuauflage findet. Dann aber, so Sylvia Welker, mit mehr Vorlauf. In diesem Jahr hatten die Jugendlichen nur wenige Wochen für die Bewerbung Zeit und zwei Wochen zwischen Vorauswahl und Finale getroffen.

Gekürt wurden von Sylvia Welker auch die eingereichten Bilder, wobei drei erste Plätze in den unterschiedlichen Altersstufen vergeben wurden. Gewonnen haben die zehnjährige Wendi Liang, Wensi Zhau (13 Jahre) und Cathrin Geisler (15).

Was aber wäre eine Veranstaltung ohne den richtigen Moderator: Das Jugendparlament schickte Jonas Küppers ins Rennen und landete einen Punktsieg: Mit welchem Selbstverständnis der 15-Jährige die Führung übernahm, dabei charmant blieb, was schon ein Erlebnis für sich. „Wenn ich in Deinem Alter eine solche Stimme gehabt hätte, wäre ich bestimmt bei DSDS“, sprach Jonas und wirkte bei aller Schmeichelei überzeugend, als er mit dem Satz übergab „aber. . . was meint die Jury dazu?“ Clever gelöst und einmal mehr überzeugte der Slogan „Jülich hat Talente“.

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