"Minerva" grüßt auf dem Jülicher Schlossplatz
Von tee [13.06.2012, 12.23 Uhr]

Minerva ist nicht zufällig die Patronin Jülichs: Kultur und Wirtschaft – für die die römische Göttin steht – sind in der 2000 Jahre alten Stadt an der Rur von je her ein charmantes Paar. Ausdruck findet sie alljährlich im Kunsthandwerkerinnen-Markt, der diesmal am 16. Juni stattfindet.

Bundesweit ist die Veranstaltung inzwischen ein Hingucker – für die rund 200 Frauen aus über 100 Städten, die beim Marktreiben ihre Fingerfertigkeit live zeigen und präsentieren, aber ebenso für die bis zu 30.000 Menschen, die als Kunden auf den Schlossplatz strömen. „Von edel bis exzentrisch ist auf dem Kunsthandwerkerinnenmarkt alles zu haben,“ erzählt Veranstalterin Katarina Esser von der Stadt Jülich. Die Besucher bummeln vorbei an Skulpturen und Stelen, hochwertigem Schmuckdesign und Edelsteinkreationen, individueller Mode, Seidenmalerei, edler und einzigartiger Keramiken für Haus und Garten, extravagante Hutkreationen, Blaudrucke, Taschen, Hüte und Schaals aus zarter Seide, schimmerndem Samt und robustem Leder oder Filz, Möbel aus bearbeitetem und unbehandeltem Holz und vielem mehr.

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In diesem Jahr erstmalig dabei ist Katja Wahner, die letzte einer Aachener Schirmmacherdynastie. Mit Liebe zum Detail produziert sie selbst Schirme und repariert alte Schätzchen, die es so in Deutschland nicht mehr zu kaufen gibt.

Aber nicht nur der Handel ist Thema es Kunsthandwerkerinnen-Markts. Ziel war immer, den Frauen einen Einstieg in die Selbständigkeit durch einen (oft) ersten Schritt in die Öffentlichkeit zu ermöglichen. Beratend zu Seite steht eine Existenzgründungsberaterin, die zur Marktzeit ansprechbar ist.

Wer des Treibens hungrig geworden ist, der kann sich an reich gedeckte Tische setzten: International ist inzwischen das Küchenangebot auf dem Schlossplatz, wo die Gäste die Wahl zwischen türkischen, chinesischen und afrikanischen Leckerbissen haben.


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