KuBa-Kino

Jülich: Puppen, Himmelssäulen und bezaubernde Lügen
Von Redaktion [29.02.2012, 11.36 Uhr]

Dreimal öffnet für die Besucher im Jülicher Kulturbahnhof in der zehnten Kalenderwoche das Kino: Es tanzen bei den "Muppets" am Montag, 5. März, wieder alle Puppen ehe im Abendfilm am selben Tag in "Bezaubernde Lügen" kräftig aufgeschnitten wird. Zum Weltfrauentag am Donnerstag, 8. März, gibt es ein Sonderprogramm mit "Agora - Die Säulen des Himmels" und anschließendem Frühstück.

Ein Liebesbrief

Ein Liebesbrief

Da werden auch die Erwachsenen beim Kinderfilm nostalgisch: "Die Muppets" kommen wieder. . . Am Montag, 5. März, um 17 Uhr, wird Walter (ein neuer Muppet!) mit seinen Freunden Gary (Jason Segel) und Mary (Amy Adams) aufbrechen, um den Abriss des alten Theaters der Muppets zu verhindern. Gemeinsam mit Frosch Kermit trommeln sie die Truppe um Miss Piggy, Fozzie, Gonzo, das Tier und Waldorf & Statler zusammen, um das Theater zu retten. Doch das ist leichter gesagt, als getan ...

Gerettet ist in jedem Fall der Nachmittag beim Wiedersehen mit den liebenswerten, verrückten und einzigartigen Showtalenten und vielen, bekannten Stars aus der Film- und Musikbranche in außergewöhnlichen Cameos.

Um einen "Puppenspielertrick" geht es auch am Abend um 20 Uhr: "Bezaubernde Lügen" spielt in einem Friseursalon, dem Lebensmittelpunkt der Inhaberin Émilie. Die 30-jährige mischt sich mit Wonne in das Leben ihrer Kundinnen, Angestellten und Freundinnen ein. Und meistens tut sie es mit Erfolg, egal ob es um den richtigen Schnitt oder Rat in Liebesfragen geht.

In eigenen Liebesdingen glückt es allerdings nicht. Denn als sie einen anonymen Liebesbrief erhält - nicht ahnend, dass dieser von Jean stammt, der als Hausmeister in ihrem Friseursalon arbeitet und zu schüchtern ist, um sich ihr zu offenbaren – beschließt sie durch diesen Brief Sonne in das trübe Leben ihrer Mutter zu bringen.

"Bezaubernde Lügen" ist eine Liebesgeschichte, die tiefgründiger ist, als es auf den ersten Blick erscheint. Vor der sonnigen Kulisse eines Hafenstädtchens am Mittelmeer bezaubern Audrey Tautou ("Die fabelhafte Welt der Amélie"), die vierfache César-Preisträgerin Nathalie Baye sowie Sami Bouajila.

Werbung

Mit beiden Beinen auf dem Boden aber mit dem Blick in die Sternen steht die Hauptperson in "Agora - die Säulen des Himmels", den der Kulturbahnhof am Weltfrauentag, am Donnerstag, 8. März, ab 18 Uhr in Zusammenarbeit mit dem Evangelischen Erwachsenenbildungsreferat im Kirchenkreis Jülich, dem Frauen-Netzwerk Jülich und der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Jülich zeigt.

An der neuplatonischen Schule lehrt in Alexandria, im Jahr 391 nach Christus, die ebenso schöne wie kluge Philosophentocher Hypatia (Rachel Weisz) Mathematik und Astrologie. Bei ihren Schülern ist die selbstbewusste Wissenschaftlerin sehr beliebt, ihre männlichen Kollegen aber beobachten sie mit Argwohn.

Nicht nur weil sie eine Frau ist, sondern auch weil sie äußerst moderne Thesen vertritt. Mit wachsender Leidenschaft widmet sich Hypatia den elementaren Fragen des Sonnensystems - und das lange vor Kopernikus und Gallieo! Mit ihren Erkenntnissen erntet sie jedoch nicht nur Respekt und Anerkennung, sondern zieht den Groll der erstarkenden Christen auf sich.

Als es in der altägyptischen Weltstadt zwischen Heiden und Christentum zum Glaubenskrieg kommt, gerät Hypatia zwischen die Fronten. Statt sich in die schützenden Arme der Liebe zu retten, stürzt sie sich in ihren ganz persönlichen Glaubenskrieg und kämpft für das einzig gültige Prinzip ihrer Lehre: das Ideal der Wahrheit!

Alejandro Amenábar, der mit seinem oscarprämierten Drama "Das Meer in mir" oder auch "The Others" bewies, wie unglaublich authentisch und ergreifend er persönliche Schicksale auf die Leinwand bannen kann, schlägt mit AGORA - DIE SÄULEN DES HIMMELS ein dunkles Kapitel aus der Anfangszeit unserer abendländischen Kultur auf. Das bildgewaltige, bewegende Epos stellt dabei wieder auch eine Person in den Mittelpunkt und erzählt die wahre Geschichte der Hypatia, einer gelehrten Frau im Spannungsfeld von Platonismus und Christentum.


Dies ist mir was wert:    |   Artikel veschicken >>  |  Leserbrief zu diesem Artikel >>

NewsletterSchlagzeilen per RSS

© Copyright 2017 Presse- und KulturBüro Schenk + Schenk | Datenschutz

Das Brenzlicht

Mehr Zivilcourage
Es gehört Zivilcourage dazu, Kritik zu üben an einer Preisverleihung, die Zivilcourage auszeichnet und sich gegen das Vergessen der Greueltaten der Nazis positioniert. Toleranz – so die Namensergänzung der veranstaltenden Jülicher Gesellschaft – gehört dazu, um auszuhalten, wenn von vier zu Ehrenden drei als Nebenprodukt behandelt werden und der einzige, durchaus nicht unumstrittene Ausgezeichnete vom Laudator eine Würdigung erfährt, die nicht nur einige Menschen befremden dürfte.  [01.03.2017, 07.54 Uhr]  >>

Alle Brenzlichter >>

Top-Thema

Freiflug über die "Sophie"
Der Barmener Olaf Kiel ist begeisterter Pilot von Multi- und Quadrokoptern, landläufig auch als Drohnen bekannt. Zwei bis dreimal in der Woche startet er in die Jülicher Börde mit seinem großen Koffer im Gepäck. Gut geschützt liegt darin die in Einzelteile zerlegte Flugmaschine, denn erst vor Ort werden die Rotoren angeschraubt und die Kamera in die Lagerung, die so genannte Gimbal, eingehängt.  [08.04.2017, 07.42 Uhr]  >>

Rundum

Kreatives Lösungsmodell im Aldenhovener KIM-Prozess [09.04.2017, 14.00 Uhr]  >>
Düren: Den Umgang mit Demenz lernen [09.04.2017, 13.51 Uhr]  >>

Vereine

Lebendiges Geschichtsgedächtnis [09.04.2017, 14.51 Uhr]  >>
Bestehen unter des Meisters Augen [09.04.2017, 13.19 Uhr]  >>

Immer auf dem Laufenden



Newsletter >>

JüLicht auf Ihrer Site

Sie können unsere aktuellen Schlagzeilen auf Ihrer Website präsentieren - hier steht, wie >>.

Kontakt

Welches Anliegen Sie auch immer bewegt, über unser Kontaktformular >> können Sie mit uns in Verbindung treten.

Werbung