Grenzlandtheater Aachen gastiert

„Buddenbrooks“ im Jülicher Schulzentrum
Von Redaktion [28.09.2010, 10.23 Uhr]

Tony muss ihre Liebe zum Studenten Morton den Heirats-Wünschen ihrer Familie unterordnen.

Tony muss ihre Liebe zum Studenten Morton den Heirats-Wünschen ihrer Familie unterordnen.

Es war der große Durchbruch für Thomas Mann als Schriftsteller: Sein Roman „Buddenbrooks“ über den Untergang einer hanseatischen Unternehmerfamilie brachte ihm 1929 wurde den Literatur-Nobelpreis ausgezeichnet. Bis heute gilt die Familiensaga als einer der wichtigsten Romane des zwanzigsten Jahrhunderts. Auf die Bühne im Schulzentrum Linnicher Straße in Jülich bringt ihn am Freitag, 1. Oktober, um 20 Uhr, das Aachener Grenzlandtheater in einer Bearbeitung von John von Düffel.

„Wir sind nicht dafür geboren, was wir mit kurzsichtigen Augen für unser eigenes, kleines, persönliches Glück halten, denn wir sind nicht lose, unabhängige und für sich bestehende Einzelwesen, sondern wie Glieder einer Kette.“

John von Düffels konzentrierte Bühnenfassung der Mann’schen Familiensaga erzählt eine überschaubare Story mit spannenden Figuren, die in den Bann ziehen:
Die Lübecker Kaufmannsfamilie Buddenbrook besitzt ein florierendes Unternehmen und genießt hohes Ansehen in der Stadt. Konsul Buddenbrook führte Firma und Familie nach strengen kaufmännischen Prinzipien: Jegliche private Interessen fügen sich denen des Geschäftes, zwischenmenschliche Beziehungen werden dem Streben nach Gewinn untergeordnet. Nur wer erfolgreich ist, verdient das Leben. Wer anders leben muss oder will, hat es schwer, auch bei den Buddenbrooks.

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Stilleben einer Familie: Die Buddenbrooks

Stilleben einer Familie: Die Buddenbrooks

Nach dem Tod des Konsuls rücken die Schicksale seiner drei Kinder in den Mittelpunkt der Handlung: Für Thomas, den Ältesten, steht fest, dass er in seines Vaters Fußstapfen treten und die Firma übernehmen wird. Die lebensfrohe Tony geht zum Wohl der Familie eine Vernunftehe ein. Christian dagegen versucht sich früh dem familiären Einfluss zu entziehen, um sein Glück als Künstler zu finden, wird jedoch gezwungen, in die Firma einzutreten. Es entstehen unausweichliche Konflikte zwischen eigenen Interessen und Verantwortung. Ein Widerspruch, an dem die Familie zu Grunde gehen wird …

„Buddenbrooks“ ist eine genaue Untersuchung bürgerlicher Werte, ihrer Leistungs- und Lebensfähigkeit. Wann war die Geschichte dieses ökonomischen Überlebenskampfes und seiner menschlichen Opfer aktueller als jetzt?

In der Regie von Ulrich Wiggers spielen Janna Horstmann, Kim Zarah Langner, Ingeborg Meyer, Julian Francis Bisesi, Robert Bittner, Carsten Clemens, Ludwig Hollburg und Martin Molitor.

Tickets für die Vorstellung gibt es in der Buchhandlung Fischer, Kölnstr. 9, 52428 Jülich, Tel. 02461/937833. Sie kosten zwischen 17 und 26 Euro. 20 Prozent Ermäßigung erhalten für Schüler, Studenten, Auszubildende.


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