Ausstellung im Rathaus

"Volk auf dem Weg" in Jülich
Von Günter Vogel [26.09.2010, 08.51 Uhr]

Ein Stück Aufklärungsarbeit will die Ausstellung "Volk auf dem Weg" leisten, die derzeit im Jülicher Rathaus zu sehen ist.

Ein Stück Aufklärungsarbeit will die Ausstellung "Volk auf dem Weg" leisten, die derzeit im Jülicher Rathaus zu sehen ist.

Fast zwei Jahrzehnte nach der Auflösung der Sowjetunion sind die Deutschen aus Russland immer noch „auf dem Weg". Den Weg, den die Vorfahren vor 250 Jahren unter Katharina II. in Richtung Osten nahmen, beschreiten die Nachkommen jetzt zurück in die neue alte Heimat Deutschland. Hier ist ihre Integration begleitet von Schwierigkeiten, Vorurteilen und auch Anfeindungen, ist vielen Deutschen doch die Leidensgeschichte der Russlanddeutschen vor allem während des Stalinismus und des 2. Weltkrieges nur wenig bekannt.

Die Ausstellung „Volk auf dem Weg", den die VHS Jülich in Kooperation mit der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland vom 20.September bis 8.Oktober im Alten Rathaus zeigt, soll zur Aufklärung beitragen. Die Ausstellung zeigt die Zuwanderungspolitik Deutschlands am Beispiel verschiedener Zuwanderungsgruppen und natürlich am Beispiel der Russlanddeutschen.

Sie erläutert Begriffe wie Vertreibung, Verbannung, Deportation und ethnische Säuberung und vermittelt dabei dem Besucher bewegende und oft auch erschütternde Einblicke in die Lebenswelt und das Schicksal der Russlanddeutschen im 20. Jahrhundert. Die Ausstellung beschäftigt sich mit den Spätfolgen der beiden Weltkriege für die Deutschen in der ehemaligen UdSSR und geht auf den Vertreibungsdruck und Nationalitätenkonflikte in deren Nachbarstaaten ein.

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Ziel der Ausstellung ist es zu erreichen, die Menschen, die aus der ehemaligen Sowjetunion zu uns kommen, nicht als Russen, sondern als Deutsche wahrzunehmen, auch wenn ihr Leben von der russischen Umgebung geprägt wurde. Verständnis und Hilfsbereitschaft bilden den Boden für die gelungene Integration in unserem Land. Deshalb wendet sich die Ausstellung auch an die Schüler/innen der weiterführenden Schulen, damit gerade die jungen Generation die Vergangenheit versteht, um sich in der Gegenwart besser zu verstehen

Die Ausstellungseröffnung ist am Montag, 20.September um 19 Uhr im Sitzungssaal des Alten Rathauses, begleitet mit einer Einführung in die Thematik und einem kleinen musikalischen und kulinarischen Rahmenprogramm. Bis zum 8.Oktober ist die Ausstellung zu den üblichen Öffnungszeiten im Alten Rathaus kostenfrei zu sehen


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