Jülich: Standort Ellritzen-Brunnen festgelegt
Von tee [02.07.2010, 14.39 Uhr]

Das Modell des El(l)ritzen-Brunnen, das Beigeordneter Martin Schulz mit in den Planungsausschuss brachte.

Das Modell des El(l)ritzen-Brunnen, das Beigeordneter Martin Schulz mit in den Planungsausschuss brachte.

Der Stadt Jülich wird ein neuer Brunnen geschenkt: Der Freundeskreis El(l)ritzen lässt von Bildhauer Bonifatius Stirnberg das Wasserspiel gestalten. Im jüngsten Planungsausschuss wurde der Standort festgelegt: An der Ecke Köln-/Kurfürstenstraße wird der Brunnen im kommenden Frühjahr seinen Platz finden.

Ein Modell mit viel Charme und Lokalkolorit: Im Mittelpunkt steht die Patronin für Wirtschaft und Forschung der Stadt, Minerva, Maler Johann Wilhelm Schirmer und Architekt Alessandro Pasqualini flankieren die Göttin. Der Bezug zur Landwirtschaft wird in Person eines Landwirtes mit Zuckerrübe und Korngabel hergestellt, für die Wissenschaft am Ort steht ein Atom. Und im Entwurf ist Bewegung „drin“, denn Stirnberg ist bekannt für seine dynamischen Figurenbrunnen, dessen prominentestes Beispiel in der Region sicher der Puppenbrunnen in Aachen ist.

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Die Kosten für die Umsetzung des Modells, das der Künstler im Kulturausschuss vorgestellt hat, sowie die Aufstellung übernimmt der Freundeskreis El(l)ritzen. Anschlusskosten von rund 1700 Euro trägt die Stadt. Die Betriebskosten von geschätzt 1800 Euro pro Jahr sind bislang ungedeckt. Über Sponsoren soll das Geld eingeworben werden.

Hierzu entspann sich eine lebhafte Diskussion im Ausschuss, da Winfried Cremerius (FDP) es ausdrücklich beschämend fand, dass für die laufenden Kosten kein Geld im Stadtsäckel ist. Seine Fraktion, so erklärte er, habe geschlossen entschieden, einen Anteil den Betriebskosten zu übernehmen. Martin Schulz, erster Beigeordneter, klärte auf, dass diese Betriebskosten unter freiwillige Ausgaben fielen, die im Haushaltssicherungskonzept gedeckelt seien. Trotz dieser rechtlichen Lage fand Cremerius Zustimmug bei Jürgen Laufs (Grüne), der anvisierte, dass seine Fraktion und sicher auch weitere dem Beispiel der FDP folgen würden und damit die Finanzierung gesichert sei.


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