KuBa-Kino

Jülich: Noch einmal 14 sein…
Von Redaktion [30.06.2010, 19.59 Uhr]

Thomas als Erwachsener im Körper eines 14-Jährigen trifft seine Mutter

Thomas als Erwachsener im Körper eines 14-Jährigen trifft seine Mutter

„Vertraute Fremde“ ist Sam Gabarskis poetische Realverfilmung nach dem literarischen Manga des Japaners Jiro Taniguchi über die Zeitreise eines Mannes in seine Kindheit. Gezeigt wird sie am Montag, 5. Juli, im Jülicher KuBa-Kino um 20 Uhr.

Es war ein Tag wie jeder andere, an dem Comiczeichner Thomas (Pascal Gréggory) nach einer Geschäftsreise in den falschen Zug steigt und statt in Paris in einem Dorf in den französischen Bergen landet, dem Ort seiner Kindheit. Da der nächste Zug erst in einigen Stunden fährt, macht er sich auf zu einem Spaziergang, trifft einen alten Schulkameraden und besucht das Grab seiner Mutter.

Urplötzlich wacht er in der eigenen Vergangenheit als 14jähriger (Léo Legrand) auf. Mit dem Wissen eines Erwachsenen durchlebt er noch einmal Schule, Freundschaften und erste Liebe, aber viel wichtiger den Alltag in der Familie, die kurze Zeit, bevor sein Vater (Jonathan Zaccaï) am Abend seines Geburtstags auf Nimmerwiedersehen verschwand. Der Junge will im Nachhinein das Schicksal ändern und den Vater halten. Vergeblich.

Kino.de schreibt dazu: „Gabarski inszeniert die berührende und manchmal irreal wirkende Geschichte einer Vater-Sohn-Beziehung voller Zärtlichkeit trotz harter und leidvoller Konfrontationen, verziert sie mit einem filigranen Hauch von Poesie und Wehmut. Die Reife des Protagonisten eröffnet eine neue Dimension und führt zu manchmal komischen Situationen, so bemerkt der Heranwachsende zum allgemeinen Erstaunen ganz nebenbei, dass die Berliner Mauer fallen wird und behauptet, zwei Kinder zu haben.

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Begegnungen und das "Vertraute Fremde" entdecken.

Begegnungen und das "Vertraute Fremde" entdecken.

Nach und nach bemerkt Thomas den Sinn dieser Zeitreise, wenn er sich über die Rolle des Vaters klar wird, kann er auch seine eigene reflektieren, wenn er die erkaltete Liebe der Eltern betrachtet, sieht er auch seine Ehe, in der jeder seiner Wege geht. Erst das Bewusstsein über die Wunden der Kindheit ermöglicht ein verändertes Jetzt und die Rückkehr aus der vertrauten Fremde in die Wirklichkeit.“

Der renommierte Regisseur Sam Garbarski, der nach "Der Tango der Rashevskis" zuletzt mit "Irina Palm" 2007 auf der Berlinale begeisterte, legt mit VERTRAUTE FREMDE nun seinen dritten Spielfilm vor. Atmosphärisch dicht, im stimmungsvollen Look der 60er Jahre, inszeniert Sam Garbarski die faszinierende Reise eines Mannes, der erkennt, dass man die eigene Vergangenheit verstehen muss, um seine Gegenwart meistern zu können. In der Hauptrolle als Erwachsener brilliert Frankreichs Charakterstar Pascal Gréggory ("La Vie en Rose", "Wer mich liebt, nimmt den Zug"), eine großartige Leistung als junger Thomas liefert die Entdeckung Léo Legrand ("Les enfants de Timpelbach"). Alexandra Maria Lara ("Control","Der Untergang") als Mutter und Jonathan Zaccaï ("Der wilde Schlag meines Herzens") als Vater bestechen in intensiven Familienszenen.


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