Bundesweit Aufmerksamkeit für Jülicher Maler Schirmer
Von Redaktion [22.06.2010, 07.55 Uhr]

Führung mit Museumsleiter Marcell Perse

Führung mit Museumsleiter Marcell Perse

Im Mai startete das Schirmerprojekt mit Ausstellungseröffnungen in Düsseldorf, Neuss, Bergisch Gladbach, Bonn, Heimbach und Jülich. Mit Vertretern des Landes NRW, dass das Erarbeitung der Themen im Rahmen der Regionalen Kulturpolitik drei Jahre lang gefördert hat und den beteiligten Partner der anderen Museen und des Rheinischen Vereins eröffnete Bürgermeister Heinrich Stommel in der Schlosskapelle die Jülicher Ausstellung "Bilder auf Reisen - Schirmer und Amerika". Nachfahren der Familie Schirmer waren auch zu Gast. Zur Eröffnung konnte auch ein wichtiger Neuzugang begrüßt werden. Auszüge aus der Eröffnungsrede stellen diese Neuheiten vor, die frisch im Museum Zitadelle präsentiert wird:

Die Medien waren in den letzten Wochen deutschlandweit voll von Berichten zum Projekt "Johann Wilhelm Schirmer - Vom Rheinland in die Welt". Stolz darf ich Sie als Bürgermeister der Geburtsstadt dieses zu Recht so geehrten Künstlers im Museum Zitadelle begrüßen. Nicht ohne Stolz auch darauf, dass von Jülich die Initiative zu diesem Verbundprojekt ausging. Jede Stadt, ob groß, ob klein, schmückt sich gerne mit ihren großen Söhnen und Töchtern, sie gehören einfach zur Identität einer Stadt. Zusätzlich zur Festungs-und Forschungsstadt, zu Römersiedlung an der Via Belgica und Idealstadt der Renaissance, passte eigentlich "Schirmerstadt" als Label ganz gut zu Jülich - wir haben eben viele Stärken! Der aus einfachen Verhältnissen stammende Schirmer, der 1807 in Jülich geboren wurde, schaffte den Aufstieg zum gefeierten Künstler. Seiner Heimatstadt blieb er durch die verwandtschaftlichen Bande bis an sein Lebensende verbunden.

Die Stadt wiederum war sich der Bedeutung "ihres" Sohnes immer bewusst. Sichtbares Zeichen hierfür ist der Aufbau einer stattlichen Sammlung von Werken, die mit der Gründung des Heimatmuseums 1902 begann und sich bis heute fortsetzt. Es kann uns mit Stolz erfüllen, dass wir neben Düsseldorf und Karlsruhe den größten Bestand an Arbeiten Johann Wilhelm Schirmers unser Eigen nennen können. Seit 1992 wird unser Museum hauptamtlich geleitet, erst so wurde eine kontinuierliche Arbeit möglich.

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Durch seine Landschaften bis nach Amerika berühmt wurde Johann Wilhelm Schirmer

Durch seine Landschaften bis nach Amerika berühmt wurde Johann Wilhelm Schirmer

Die Weiterentwicklung der Schirmer-Sammlung ist einer der Früchte dieser Zeit, die wir nun ernten können. Unser Dank gilt dabei allen, die uns den Ankauf oder die Übernahme von Werken Schirmers ermöglicht haben. Neben dem Förderverein des Museums, der Kultur- und Naturstiftung der Sparkasse Düren sowie der Hans-Lamers-Stiftung Jülich ist hier vor allem wiederum das Land NRW zu nennen, dass für diesen Sammlungsbereich bereits mehrfach eine Ankaufsunterstützung zugesprochen hat - die letzte Förderbescheid kam erst vor wenigen Tagen und ermöglicht den Erwerb von eines frisch in der Ausstellung zu bewundernden Werkes: Die Farbskizze zu einer dramatischen Sturmlandschaft Schirmers von 1845, wie sie als Amerikaexport ab 1850 ähnlich in der New York Gallery zu sehen war.

Wir kennen das Motiv aus einem Buch von 1863, wo die Szene eines ähnlichen Gemäldes "Herbststurm" mit einem Gedicht von John Sabage über den Farbglanz des Herbstwaldes verbunden wird - "The Forest Loom". Allen Förderern der neuen visuellen Erlebnismöglichkeiten im Jülicher Museum sage ich herzlich Dank - kann Ihnen angesichts der vom Museumsteam Jülich geleisteten Arbeit. jedoch auch versichern, dass hier Ihre Investitionen auf fruchtbaren Boden fallen!

Die Stadt Jülich hat mit diesem wertvollen Besitz auch eine hohe Verantwortung. Es reicht nicht, dass man die Bilder irgendwo in einem Magazin verwahrt und manchmal zeigt. Es geht auch um Restaurierung, um wissenschaftliche Bearbeitung und Präsentation. Da ist es gut, wenn man Partner findet. - Wenn durch besondere Ausstellungen des Museums der Standort Jülich attraktiver wird, so profitiert die ganze Stadt und der Standort Jülich davon. Die Ergebnisse des Projektes spiegeln sich nicht nur in den Ausstellungen, sondern dauerhaft auch in einem umfassenden Katalog. Meine Bitte an Sie: unterstützen Sie die Arbeit indem Sie durch den Kauf des Werkes "Teilhaber" werden - in der Wirtschaft hat es im letzten Jahr viele Probleme mit "schlechten Papieren" gegeben, bei dieser Geldanlage sind Sie auf jeden Fall sicher!

Ausstellungspreis 2 Bde. 49 EUR


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