Tag des Mädchenfußballs an der GGS West

Koslarer Grundschülerinnen blieben am Ball
Von brs [03.06.2010, 07.31 Uhr]

„Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“ – Sepp Herbergers legendärer Ausspruch gilt auch für Koslars weiblichen Fußballnachwuchs. Einen Mittwoch lang drehte sich unter der Überschrift „Tag des Mädchenfußballs“ für die Mädels der Gemeinschaftsgrundschule Jülich-West (GGS West) alles um das runde Leder.

Dabei standen der kindlichen Phantasie keinerlei Auslinien im Wege. Da flog auch schon mal ein improvisierter Wattefußball über ein mit Kreide auf den Tisch gezaubertes Spielfeld – mit Inbrunst ins gegnerische Tor gepustet. Die Grundschüler entwarfen eigene Fahnen und Pokale, studierten Fangesänge ein und selbst die als staubig verschriene Theorie und auch der mitunter schwierige Job des Schiedsrichters standen auf dem prall gefüllten Programm.

Christian Moll, Mitglied im Schiedsrichterausschuss des Kreisfußballverbandes, verriet ein paar Geheimnisse über die Männer mit der Pfeife. Quasi zum Warmlaufen sah der Trainingsplan noch ein paar Bewegungsübungen unter der Leitung von Jürgen Dammers vor. Anschließend gab es die Gelegenheit, bei einer speziell für Grundschulen entwickelten Ball- und Bewegungsschule oder einem professionellen Fußballtraining mitzunehmen. Am Quizstand von Inge Appuhn und Renate Flesch vom Förderverein der Schule testeten die kleinen Kicker ihr Wissen rund um den beliebten Sport.

Werbung

Damit dann auch wirklich keine Frage offen blieb, hatten die Organisatoren Wolfgang Speier, Trainer bei der Viktoria, und Schulleiterin Birgit Schmidt eine Menge Gäste eingeladen: die ehemalige Profifußballerin und Schülerin der Grundschule Eva Augustin, Jugendleiter Uwe Jansen und Florian Blaschyk vom Kreisfußballverband sowie Heinz Osenberg von einem befreundeten Jülicher Verein standen den Jungs und Mädels einen ganzen Vormittag Rede und Antwort. Dokumentiert und journalistisch aufbereitet wurde der Projekttag von einem schuleigenen Reporterteam, das mit Begeisterung Fragen stellte und Interviews führte.

Durften am Vormittag auch die Jungs noch mitmischen, stand der Nachmittag ganz im Zeichen des Mädchenfußballs. Unterstützt vom Förderverein der GGS West, der Jugendabteilung des SV Viktoria 08 Koslar, inklusive der C-Juniorinnen und ihres Trainers Norbert Loth, und durch den Kreisfußballverband ging es aufs Spielfeld. Unter den wachsamen Augen mehrerer Jugendtrainer, der Mädchenbeauftragen des Fußballverbandes Mittelrhein, Sabine Nellen, des Frauenbeauftragten des Kreisfußballverbands, Wolfgang Dembsky, und dessen Vorsitzenden Manfred Schultze und des Viktoria-Vorsitzenden Theo Meurer, der als Vertreter des Kooperationspartners AOK Düren am Spielfeldrand stand, wurde die Theorie ausprobiert.

Auch Ex-Fußballprofi Eva Augustin feuerte die kleinen Kickerinnen an. Dabei bekamen die 40 Schülerinnen Patinnen an die Seite gestellt: Die aktiven C-Spielerinnen der Viktoria zeigten ihren Gästen, was eine Flanke ist. Zwischendurch gab's für hungrige Sportler Gesundes als Verpflegung sowie Einblicke in die Bewegungsabläufe von Fußballern durch Physiotherapeutin Susanne Steinbusch mit ihrem Skelett Hugo. Zum Schluss gab’s einen Fußball für die Pause – gestiftet von der Provinzial – und ein paar kleine Andenken für die Mädels. Und wer weiß, vielleicht hat ja die eine oder andere Blut geleckt und läuft in der nächsten Saison im Viktoria-Trikot auf.


Dies ist mir was wert:    |   Artikel veschicken >>  |  Leserbrief zu diesem Artikel >>

NewsletterSchlagzeilen per RSS

© Copyright 2017 Presse- und KulturBüro Schenk + Schenk | Datenschutz

Das Brenzlicht

Mehr Zivilcourage
Es gehört Zivilcourage dazu, Kritik zu üben an einer Preisverleihung, die Zivilcourage auszeichnet und sich gegen das Vergessen der Greueltaten der Nazis positioniert. Toleranz – so die Namensergänzung der veranstaltenden Jülicher Gesellschaft – gehört dazu, um auszuhalten, wenn von vier zu Ehrenden drei als Nebenprodukt behandelt werden und der einzige, durchaus nicht unumstrittene Ausgezeichnete vom Laudator eine Würdigung erfährt, die nicht nur einige Menschen befremden dürfte.  [01.03.2017, 07.54 Uhr]  >>

Alle Brenzlichter >>

Top-Thema

Freiflug über die "Sophie"
Der Barmener Olaf Kiel ist begeisterter Pilot von Multi- und Quadrokoptern, landläufig auch als Drohnen bekannt. Zwei bis dreimal in der Woche startet er in die Jülicher Börde mit seinem großen Koffer im Gepäck. Gut geschützt liegt darin die in Einzelteile zerlegte Flugmaschine, denn erst vor Ort werden die Rotoren angeschraubt und die Kamera in die Lagerung, die so genannte Gimbal, eingehängt.  [08.04.2017, 07.42 Uhr]  >>

Rundum

Kreatives Lösungsmodell im Aldenhovener KIM-Prozess [09.04.2017, 14.00 Uhr]  >>
Düren: Den Umgang mit Demenz lernen [09.04.2017, 13.51 Uhr]  >>

Vereine

Lebendiges Geschichtsgedächtnis [09.04.2017, 14.51 Uhr]  >>
Bestehen unter des Meisters Augen [09.04.2017, 13.19 Uhr]  >>

Immer auf dem Laufenden



Newsletter >>

JüLicht auf Ihrer Site

Sie können unsere aktuellen Schlagzeilen auf Ihrer Website präsentieren - hier steht, wie >>.

Kontakt

Welches Anliegen Sie auch immer bewegt, über unser Kontaktformular >> können Sie mit uns in Verbindung treten.

Werbung