Kooperationsvertrag mit Regierung zum Drei-Schluchten-Staudamm

China wird Projekt-Partner des Forschungszentrum Jülich
Von Redaktion [01.08.2005, 20.50 Uhr]

Im Forschungszentrum Jülich wurde jetzt ein Kooperationsvertrag mit dem für den Yangtze-Staudamm zuständigen chinesischen Ministerium unterzeichnet. In diesem Vertrag sichert das Ministerium seine Unterstützung für die kommenden Jülicher Arbeiten zu. Weiter wurden Verabredungen zum Austausch von Wissenschaftlern, zu gemeinsamen Forschungsprojekten und Ausbildungsaktivitäten getroffen. Das Forschungszentrum erhofft sich durch die Unterstützung dieser wichtigen staatlichen Stelle eine weitere Intensivierung der Kooperation und somit ein schnelleres Erreichen wissenschaftlicher Resultate.

Energie gewinnen, dicht besiedelte Gebiete vor Hochwasser schützen und die Schifffahrt auf dem Yangtze erleichtern - das sind die Ziele, die mit dem Drei-Schluchten-Staudamm auf dem längsten Fluss Asiens erreicht werden sollen. Der Damm wurde 2003 geschlossen und wird nach seiner endgültigen Fertigstellung im Jahr 2009 den Yangtze auf einer Länge von 600 Kilometern aufstauen. Mit 18.200 Megawatt soll das Wasserkraftwerk mehr elektrische Leistung liefern als jedes andere der Welt.

Werbung

Aus der Größenordnung dieses Vorhabens leiten sich technologische, ökologische und sozialwissenschaftliche Aufgabenstellungen in einem zum Teil bislang kaum bekannten Ausmaß ab. Ausgehend von einer Vereinbarung mit der Tongji Universität in Shanghai hat das Forschungszentrum Jülich einen Verbund von mittlerweile mehr als 30 deutschen und chinesischen Forschungszentren, Universitäten und Behörden organisiert, die gemeinsame Forschungsarbeiten zu den Auswirkungen des Staudamms auf die gesamte Umwelt sowohl im unmittelbaren Bereich des neuen Wasserreservoirs als auch in weiter entfernt gelegenen Gebieten durchführen wollen.

Der für den Staudamm verantwortliche Minister Pu lobte die bisher erzielten Ergebnisse und zeigte sich bei einer anschließenden Besichtigung des Forschungszentrums sehr beeindruckt von der Jülicher Umweltforschung. Modernste Jülicher Umwelttechniken werden auch in China im Gebiet des Staudamms zum Einsatz kommen.


Dies ist mir was wert:    |   Artikel veschicken >>  |  Leserbrief zu diesem Artikel >>

NewsletterSchlagzeilen per RSS

© Copyright 2017 Presse- und KulturBüro Schenk + Schenk | Datenschutz

Das Brenzlicht

Mehr Zivilcourage
Es gehört Zivilcourage dazu, Kritik zu üben an einer Preisverleihung, die Zivilcourage auszeichnet und sich gegen das Vergessen der Greueltaten der Nazis positioniert. Toleranz – so die Namensergänzung der veranstaltenden Jülicher Gesellschaft – gehört dazu, um auszuhalten, wenn von vier zu Ehrenden drei als Nebenprodukt behandelt werden und der einzige, durchaus nicht unumstrittene Ausgezeichnete vom Laudator eine Würdigung erfährt, die nicht nur einige Menschen befremden dürfte.  [01.03.2017, 07.54 Uhr]  >>

Alle Brenzlichter >>

Top-Thema

Freiflug über die "Sophie"
Der Barmener Olaf Kiel ist begeisterter Pilot von Multi- und Quadrokoptern, landläufig auch als Drohnen bekannt. Zwei bis dreimal in der Woche startet er in die Jülicher Börde mit seinem großen Koffer im Gepäck. Gut geschützt liegt darin die in Einzelteile zerlegte Flugmaschine, denn erst vor Ort werden die Rotoren angeschraubt und die Kamera in die Lagerung, die so genannte Gimbal, eingehängt.  [08.04.2017, 07.42 Uhr]  >>

Rundum

Kreatives Lösungsmodell im Aldenhovener KIM-Prozess [09.04.2017, 14.00 Uhr]  >>
Düren: Den Umgang mit Demenz lernen [09.04.2017, 13.51 Uhr]  >>

Vereine

Lebendiges Geschichtsgedächtnis [09.04.2017, 14.51 Uhr]  >>
Bestehen unter des Meisters Augen [09.04.2017, 13.19 Uhr]  >>

Immer auf dem Laufenden



Newsletter >>

JüLicht auf Ihrer Site

Sie können unsere aktuellen Schlagzeilen auf Ihrer Website präsentieren - hier steht, wie >>.

Kontakt

Welches Anliegen Sie auch immer bewegt, über unser Kontaktformular >> können Sie mit uns in Verbindung treten.

Werbung