Betrieb wird veraussichtlich 2013 starten

Sport-Campus bringt Jülicher Studenten in Bewegung
Von Arne Schenk [04.05.2010, 21.26 Uhr]

Die ersten Skizzen als Arbeitspapier zum Sport-Campus wurden jetzt öffentlich vorgestellt.

Die ersten Skizzen als Arbeitspapier zum Sport-Campus wurden jetzt öffentlich vorgestellt.

Hochseilgarten, Kletterfelsen, Reitplatz mit Pferdekoppel, Tennisplätze, Nordic-Walking-Grünfläche, Beachvolleyball und mitten drin ein beheizter Fifa-Rasenplatz sind auf dem Plan verzeichnet, über dem im großen Lettern „FH Aachen, Abteilung Jülich – Sportanlagen“ prangt. Damit scheint sich ein lang gehegter Traum der Studenten zu erfüllen: das Bedürfnis, dem Forschen und Lernen ein sportliches Gegengewicht zu verleihen.

„Mens sana in corpore sano“ des römischen Dichters Decimus Iunius Iuvenalis zitierte Prof. Dr. Marcus Baumann, Rektor der Fachhochschule das Bemühen, Geist und Körper in Einklang zu bringen: „Jemand, der im Kopf stark ist, sollte die Möglichkeit haben, sich zu trainieren.“ Was der Campus Jülich unbedingt bräuchte, seien eben Sportanlagen in Anbindung an das bestehende Gelände. Auch Jülichs Bürgermeister Heinrich Stommel empfand ein Sportangebot an der FH immer für wichtig: „Ich bin froh, das jetzt zu realisieren.“

Denn dieses Vorhaben nimmt in Zusammenarbeit mit der Stadt Jülich und dem angrenzenden Sportverein Germania Lich-Steinstraß allmählich reale Züge an. Dessen Jugendleiter Ulrich Kalisch begrüßte es, dass die Kooperation nach zähem Beginn zu einem anschaulichen Plan geführt habe, bedauerte allerdings, dass der Verein nicht bei den konkreten Überlegungen nicht mit einbezogen sei. So läge der Rasenplatz nicht in direkter Nachbarschaft von den Umkleideräumen und dem Parkplatz des Vereins sowie deren Zufahrt.

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Die Skizze sei lediglich ein Arbeitspapier, wie Hochschulsport in Jülich aussehen könnte, betonte Harald K. Lange, Niederlassungsleiter des Bau- und Liegenschaftsbetriebs NRW Aachen (BLB): „Es ist keine Planung, sondern eine Untersuchung, was geht.“ Ihn interessiere erst einmal die Größenordnung des Vorhabens.

Niemand solle davon ausgehen, dass die Studenten bereits im Sommer dort kicken könnten, warnte Martin Schulz, Technischer Beigeordneter der Stadt Jülich. Selbst wenn die Eigentumsverhältnisse geklärt seien, dauere das Planungsverfahren ganz grob etwa ein Jahr. Dies decke sich mit der Vorbereitungszeit des BLB, unterstrich Lange. Ein Jahr Planung und anderthalb Jahre Bauzeit mit einer Unsicherheit von einem halben Jahr benötige das Projekt ab dem Startschuss.

Auch mit dem Studentenwerk müssten noch Gespräche geführt werden, denn für das Areal sind außerdem weitere Studentenwohnungen geplant. Achim Lückoff signalisierte bereits für die RWE Power AG, die dort in Besitz von Grundstücksanteilen ist, Gesprächsbereitschaft.

Prof. Baumann errechnete eine voraussichtliche Inbetriebnahme zum Wintersemester 2013, wenn der Doppel-Abiturjahrgang sich immatrikuliert. Der Landtagsabgeordnete Josef Wirtz empfahl, eine einvernehmliche Lösung für die Hauptnutzer zu finden. „Alles andere wäre kontraproduktiv.“

Es sei ein Riesenmanko, wenn der Campus Jülich kein Sport anbietet, erklärte Nico Sperle, Leiter des Hochschulsportzentrums der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen, den die Verantwortlichen mit ins Boot holten. In den aktuellen Planungen erkennt er eine Vorreiterrolle der FH, „nicht nur Sport anzubieten, sondern auch in einer bestimmten Qualität zu unterbreiten“.


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