Erste Einblicke in den neuen Standort Wilhelmshöhe

Kraftakt für den Campus Jülich
Von Arne Schenk [04.05.2010, 11.34 Uhr]

Harald K. Lange, Niederlassungsleiter des Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW Aachen (BLB) erläutert Thomas Rachel (MdB) Details zum Neubau FH Campus Jülich.

Harald K. Lange, Niederlassungsleiter des Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW Aachen (BLB) erläutert Thomas Rachel (MdB) Details zum Neubau FH Campus Jülich.

„Gute Hochschulen werden nie fertig“, betonte Harald K. Lange, Niederlassungsleiter des Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW Aachen (BLB), und dies sei ein gutes Zeichen. Zwar hätte der BLB die Gebäude am Campus Jülich fertig gestellt, aber es sei eben ein komplexes Haus mit viel Technik, dass nicht auf Knopfdruck funktioniere.

„Es ist ein Kraftakt, solche großen Summen an einem Standort zu konzentrieren“, erklärte Lange und zollte so seinen Respekt dem engagierten Bemühen des parlamentarischen Staatssekretär Thomas Rachel und des Landtagsabgeordneten Josef Wirtz, die sich bereits mehrfach dafür eingesetzt hatten, dass die Fachhochschule finanzielle Unterstützung erhält.

Bevor die fertigen Gebäude ihren eigentlichen Zweck der Lehre und Forschung zum Wintersemester 2010/2011 erfüllen, stellte der BLB in einer bislang noch nie dagewesenen „Preview“, einer Vorschau, den neuen Campus in Jülich vor, und Vertreter der Fachhochschule Aachen sowie Kräfte aus Politik und Stadtverwaltung nahmen diese Gelegenheit wahr, um die neuen Räume kennenzulernen.

Bildung und Forschung seien entscheidende Quellen des zukünftigen Wohlstandes, bekräftigte Rachel. Die Berufsaussichten für Absolventen der Fachhochschulen seien glänzend: Ihre Chance, einen Arbeitsplatz zu ergattern, sehe Thomas Rachel gar höher als für Absolventen der Universitäten. Zudem sei es für existentielle Bedeutung für Kreis und Region, dass der Hochschulstandort erhalten bleibt.

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Die Jülicher Campus-Sprecherin Prof. Angelika Merschenz-Quack beim Blick auf das neue "Studentenfeld"

Die Jülicher Campus-Sprecherin Prof. Angelika Merschenz-Quack beim Blick auf das neue "Studentenfeld"

Gute Ausbildung werde in den 25 Bachelor- und 6 Masterstudiengängen der drei Jülicher Fachbereiche Chemie und Biotechnologie, Medizintechnik sowie Energietechnik garantiert. Etwa 2.700 Studenten seien hier eingeschrieben. Um dies auch am neuen Campus zu ermöglichen, entstand hier eine Fläche von 23.000 Quadratmetern für Lehre und Forschung.

Für den Bau stellten Bund und Land 87 Millionen Euro zur Verfügung. So entstanden unter anderem zwei teilbare Hörsäle mit Platz für jeweils bis zu 200 Personen, vier Hörsäle zwischen 100 und 150 Quadratmetern sowie sieben Seminarräume von je 50 Quadratmetern Größe. Dort ließe sich flexibel auf die unterschiedlichen Ansprüche reagieren.

Allerdings sei das Haus außerordentlich funktional gehalten, betonte Harald K. Lange, sehr rigide auf Funktion reduziert und somit ein „Prototyp für das, was wir an anderer Stelle machen“. Die Gefühlsebene würde durch das Außengelände angesprochen. Wie so ein Hörsaal, ein Labor oder auch die neue Mensa mit Cafeteria konkret aussieht, präsentierte Lange bei einem Rundgang.

„Ich kann es kaum erwarten umzuziehen“, bemerkte ein gutgelaunter Prof. Marcus Baumann, Rektor der FH Aachen. Er dankte zudem seinem Vorvorgänger als Rektor, Prof. Hermann-Josef Buchkremer als treibende Kraft zur Verwirklichung der Vision „Neubau“.

Als „die richtige Weichenstellung für die Zukunft“ in der Energieregion mit Forschungszentrum, Tagebau und Solarkraftwerk bezeichnete Jülichs Bürgermeister Heinrich Stommel das Unternehmen „neuer Campus“: „So macht es Spaß, Bürgermeister zu sein.“

„Ein Wunder wird Wirklichkeit“ zitierte der Landtagsabgeordnete Josef Wirtz die Campussprecherin Angelika Merschenz-Quack. Er lobte die Weitsicht des mittlerweile verstorbenen Landwirts Josef Schmitz von Gut Wilhelmshöhe, der seine Ländereien abgab, damit der neue Standort entstehen konnte. Wirtz: „Wir tun das alles für den wertvollsten Rohstoff, den wir haben: die Menschen.“


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