Formales gegen Emotionales
Von Dorothée Schenk [03.02.2010, 13.01 Uhr]

Im besten Falle möchte man die jüngste Sitzung des JuFass (Jugend, Familie, Soziales) launig nennen. Sicher muss die Vorsitzende Elfi Sauer noch Routine in ihrer Tätigkeit bekommen, allerdings dürfte es nicht schaden, wenn sie sich mehr auf das Formale, denn auf das Emotionale verlegen würde. Etwas unkonventionell gingen die Abstimmungsverfahren einher, es musste etwa noch einmal zu einem Tagesordungspunkt zurückgekehrt werden, weil die Abstimmung noch nicht erfolgt war…

Wobei es erlaubt sein soll, die Frage zu stellen, wieso überhaupt ein Votum gebraucht wird wenn es in der Vorlage heißt: „Der Bericht wird zur Kenntnis genommen.“ Selbst wenn der Bericht keine positive Aufnahme im Gremium findet ist er ja faktisch schon durch das bloße bedruckte Papier zur Kenntnis zu nehmen. Das aber nur als Exkurs.

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Wie nachzulesen ist, hat ein Ausschussvorsitzender – oder eine Vorsitzende – die Vorbereitung, Einberufung und Leitung des Ausschusses inne. Dabei hat er/sie die Arbeit, will sagen Gesprächsführung, sachdienlich und unparteiisch zu fördern und zu leiten.

Sicher entwich in der Vergangenheit dem einen oder anderen Vorsitzenden eines Jülicher Ausschusses menschlicherweise schon mal eine Kommentierung, die politisch gefärbt den Protest oder ein Schmunzeln der Anwesenden hervorrief. Allerdings eine politische Parole „Wir kämpfen für Euch!“ vom Stuhl der Ausschussleitung ist selbst für das Jülicher Rathaus neu. Sachlich und unparteiisch ist das objektiv sachlich betrachtet nicht.


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