Mittel aus Hochschulpakt II

FH Aachen: 60 Millionen Euro zur Erweiterung des Studienangebots
Von Redaktion [08.07.2010, 09.29 Uhr]

In den Jahren 2011 bis 2015 erhält die FH Aachen aus Mitteln des Hochschulpakts II 60 Millionen Euro. Mit dem Geld soll das Angebot an Studienplätzen ausgebaut werden. Die entsprechende Vereinbarung hat Rektor Prof. Dr. Marcus Baumann jetzt mit dem Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie unterzeichnet.

„Wegen der doppelten Abiturjahrgänge kommen bis 2014 mehr Studierende an unsere FH als jemals zuvor. Es ist Teil unserer gesellschaftlichen Verantwortung, jedem geeigneten jungen Menschen einen Studienplatz anzubieten“, so Rektor Prof. Dr. Marcus Baumann. „Mindestens die Hälfte des Geldes investieren wir in neue Personalstellen, damit das Betreuungsverhältnis zwischen Professoren und Studierenden optimal bleibt. So erreichen wir einen zusätzlichen Qualitätsschub für unsere Lehre.“

Zudem erweitert die Hochschule im Rahmen des Hochschulausbauprogramms seit 2009 kontinuierlich ihr Angebot an Studiengängen: Hierfür wurden weitere 65 Millionen Euro bewilligt. So werden zum Wintersemester 2010/11 erstmals die Bachelorstudiengänge Schienenfahrzeugtechnik und Holzingenieurwesen angeboten. Neu sind ebenfalls die dualen Studiengänge Elektrotechnik PLuS und Maschinenbau PLuS.

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Zusätzlich werden die bestehenden Studiengänge ausgebaut, um allen Studierenden bestmögliche Studienbedingungen bieten zu können. Zum Wintersemester 2010/11 wird es vorbehaltlich der Entscheidung durch das Rektorat 49 Bachelor- und 22 Masterstudiengänge geben.

Der Ausbau des Studienprogramms steht in engem Zusammenhang mit dem Neubauprogramm der Hochschule: Im Zeitraum von 2007 bis 2010 werden vom Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes NRW rund 150 Millionen Euro für Neubau- und Umbauprojekte der FH Aachen investiert. Finanziert werden diese Projekte aus Mitteln des Hochschulausbauprogramms NRW, des Hochschulmodernisierungsprogramms NRW und der Hochschul-Standort-Entwicklungsplanung.

Im Rahmen dieses Neubauprogramms entstehen drei Gebäude, die für den Lehr- und Forschungsbetrieb genutzt werden: Auf dem neuen Campus Jülich werden die Fachbereiche Chemie und Biotechnologie, Medizintechnik und Technomathematik sowie Energietechnik untergebracht, am Standort Eupener Straße entsteht ein neues Hörsaalgebäude und an der Hohenstaufenallee wird das Kompetenzzentrum Mobilität gebaut, das alle Studienangebote in diesem Bereich bündeln wird. Hinzu kommt der für 2011 geplante Verwaltungsneubau in der Bayernallee. „So bieten wir den Studierenden einen besseren Service, indem wir alle Service-Einrichtungen an einem Ort zusammenführen. Eine zentrale Anlaufstelle für möglichst viele Anliegen – das ist unser Anspruch“, fasst Prof. Baumann zusammen.

Der Hochschulpakt II war am 4. Juni 2009 von der Ministerpräsidentenkonferenz beschlossen worden. Er umfasst ein Volumen von 10 Milliarden Euro, die je zur Hälfte vom Bund und von den Ländern getragen werden. Für die Hochschulen in NRW sind insgesamt 1,8 Milliarden Euro vorgesehen.


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