Muita Merda im KuBa

Kabarettistisch sezierte Weltpolitik in Jülich
Von Redaktion [14.03.2016, 07.28 Uhr]

Gerät die Welt immer weiter aus den Fugen? Wenn innerhalb weniger Jahre ein optimistisches „Yes, we can!“ zum „Yes, we scan“ mutiert … und von der einstigen Vision „I have a dream“ nur noch ein „I have a drone“ übrigbleibt, sollte man schon etwas genauer hinsehen. Den Blick aufs politisch nationale und internationale Weltgeschehen gibt die Kabarettformation "Muita Merda" am Samstag, 19. März, im Jülicher Kulturbahnhof.

Für die Kabarettgruppe „Muita Merda“ bedeutet „scan“ eben auch „genauer hinsehen“. Und so werden in ihrem neuen Programm aktuelle Entwicklungen satirisch unter die Lupe genommen. Das reicht von der zunehmenden Aufrüstung, zur halbherzigen Energiewende bis zu TTIP und der Verknüpfung von Lobbyisten der Wirtschaft in den politischen Parteien.

Die 3 Frauen und 2 Männer wollen einige Ungereimtheiten von einer nicht alltäglichen Seite beleuchten und hoffen, zumindest den einen oder anderen Denkanstoß geben zu können. Und so präsentiert die Kabarettgruppe mit ihrem dritten Programm eine Mischung aus selbstgemachten Liedern, gespielten Szenen und kabarettistischen Texten.

Werbung

Muita Merda“ heißt wörtlich übersetzt „viel Scheiße“, wird aber im portugiesischen Theaterleben auch dazu verwendet, um sich gegenseitig „Toi, toi, toi“ zu wünschen.
Vorsicht – Muita Merda hat nichts mit schenkelklopfender Comedy zu tun, wenn lieb gewonnene Gewohnheiten einer Wohlstandsgesellschaft hinterfragt werden. "Manchmal bitterböse, manchmal bissig, manchmal albern und talentfrei, manchmal sogar humorvoll" beschreibt sich die Gruppe selbst. Auch wenn das Lachen zuweilen im Hals stecken bleibt, möchte die Gruppe vor allem eins: Wut- und Mut-Machen, um sich selbst einzumischen. Und Bewegungen unterstützen, die gerade das tun.

Iris Witt, Jodie Bockholt, Jürgen Jansen, Katharina Lennartz, Kurt Lennartz werden von der Pianistin Lydia Hilgers musikalisch begleitet.

Tickets gibt es im Vorverkauf zu 6 Euro zzgl. Gebühr bei der Buchhandlung Fischer & online unter www.kuba-juelich.de. An der Abendkasse kostet die Karte für Kurzentschlossene 8 Euro.


Dies ist mir was wert:    |   Artikel veschicken >>  |  Leserbrief zu diesem Artikel >>

NewsletterSchlagzeilen per RSS

© Copyright 2017 Presse- und KulturBüro Schenk + Schenk | Datenschutz

Das Brenzlicht

Mehr Zivilcourage
Es gehört Zivilcourage dazu, Kritik zu üben an einer Preisverleihung, die Zivilcourage auszeichnet und sich gegen das Vergessen der Greueltaten der Nazis positioniert. Toleranz – so die Namensergänzung der veranstaltenden Jülicher Gesellschaft – gehört dazu, um auszuhalten, wenn von vier zu Ehrenden drei als Nebenprodukt behandelt werden und der einzige, durchaus nicht unumstrittene Ausgezeichnete vom Laudator eine Würdigung erfährt, die nicht nur einige Menschen befremden dürfte.  [01.03.2017, 07.54 Uhr]  >>

Alle Brenzlichter >>

Top-Thema

Freiflug über die "Sophie"
Der Barmener Olaf Kiel ist begeisterter Pilot von Multi- und Quadrokoptern, landläufig auch als Drohnen bekannt. Zwei bis dreimal in der Woche startet er in die Jülicher Börde mit seinem großen Koffer im Gepäck. Gut geschützt liegt darin die in Einzelteile zerlegte Flugmaschine, denn erst vor Ort werden die Rotoren angeschraubt und die Kamera in die Lagerung, die so genannte Gimbal, eingehängt.  [08.04.2017, 07.42 Uhr]  >>

Rundum

Kreatives Lösungsmodell im Aldenhovener KIM-Prozess [09.04.2017, 14.00 Uhr]  >>
Düren: Den Umgang mit Demenz lernen [09.04.2017, 13.51 Uhr]  >>

Vereine

Lebendiges Geschichtsgedächtnis [09.04.2017, 14.51 Uhr]  >>
Bestehen unter des Meisters Augen [09.04.2017, 13.19 Uhr]  >>

Immer auf dem Laufenden



Newsletter >>

JüLicht auf Ihrer Site

Sie können unsere aktuellen Schlagzeilen auf Ihrer Website präsentieren - hier steht, wie >>.

Kontakt

Welches Anliegen Sie auch immer bewegt, über unser Kontaktformular >> können Sie mit uns in Verbindung treten.

Werbung